Psoroptes ovis syn. Psoroptes bovis & Psoroptes equi, Psoroptes cuniculi syn. Psoroptes ovis var. cuniculi
Empfohlene Antiparasitika
1. Wahl
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- Anwendung / Dosierung:
- 0,2 mg/kg KGW, s.c., einmalig
- 0,3 - 0,5 mg/kg KGW, s. c. oder p. o., einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 0,2 mg/kg KGW, s.c., einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 250 - 500 mg/l, topisch, als Bade-, Wasch- oder Sprühlösung, einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 0,2 mg/kg KGW, s.c., einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 1%ige Lösung (10 g/l), Spot-on, einmalig
2. Wahl
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- Anwendung / Dosierung: 0,05 - 0,025%ige Lösung (0,25 - 0,5 g/l), als Spray oder Waschbehandlung, einmalig
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- Anwendung / Dosierung: 2 mg/kg KGW, Pour-on, einmalig
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- Anwendung / Dosierung : 1,25%ige Lösung (12,5 g/l), 0,25 ml/kg KGW (maximal 20 ml), Pour-on, einmalig
Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise zu den besonderen Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle in der Arzneimittelinformation des verwendeten Präparates.
Parasitenmanagement
- Für eine effektive Behandlung müssen alle Tiere des Bestandes in die Behandlung miteinbezogen werden.
- Um eine Herde erfolgreich zu sanieren oder klinisch manifeste Räude zu tilgen, sollten zwei Behandlungen mit makrozyklischen Laktonen im Abstand von 7 - 10 Tagen durchgeführt werden.
- Makrozyklische Laktone mit Langzeitwirkung können zur Räudetilgung im Bestand eingesetzt werden.
Weitere Massnahmen
- Stallungen und Fahrzeuge sowie Stallgeräte, in welchen sich Tiere mit Räudebefall aufgehalten haben, beziehungsweise mit welchen solche Tiere in Kontakt waren, müssen gründlich mit einem Dampfstrahlreiniger gereinigt werden. Anschliessend sollte eine Desinfektion mit einem Akarizid wie Phoxim folgen.
- Prophylaxe
- Um die Biosicherheit zu gewährleisten, können bei neu zugekauften Schafen serologische Untersuchungen mittels ELISA durchgeführt werden. Somit könnten Schafe, welche schon mal von Psoroptes ovis befallen waren, erkannt und eine mögliche Einschleppung des Parasiten in den Bestand verhindert werden. Auch kann mit Hilfe des ELISA verhindert werden, dass gesunde Tiere behandelt würden.
- Vor allem die Einschleppung von Milben in räudefreie Bestände sollte verhindert werden. Daher sollten neu zugekaufte Tiere vor der Integration in die Herde in Quarantäne gehalten, untersucht und, wenn nötig, behandelt werden. Auch sollte der Tiertransport und der Personenverkehr überwacht und beispielsweise bei der Alpung die Durchmischung von räudefreien- mit räudepositiven Herden verhindert werden.
Resistenz-Situation
- Bei Psoroptes ovis sind Resistenzen gegen Organophosphate, Pyrethroide, aber auch makrozyklische Laktone wie Ivermectin, Doramectin und Moxidectin bekannt.