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Biokema SA

Antiparasitikum für Schweine aller Altersklassen

ATCvet-Code: QP52

 

Zusammensetzung

Ivermectin 6g, Antiox.: Butylhydroxyanisol 1 g, Propylgallat 0,3 g, Excipiens ad pulverem pro 1 kg
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

● Ivermectin
 

Eigenschaften / Wirkungen

Ivomec Prämix ist ein nichtstaubendes, freifliessendes, gelblich bis leicht bäunliches Pulver zum Einmischen in Mischfutter für Schweine, das 0,6% Ivermectin enthält. Die Stoffgruppe der Avermectine, zu denen Ivermectin gehört, wirkt gegen Nematoden (Rundwürmer) und Arthropoden (Gliederfüssler) durch Hemmung der Impulsübertragung zwischen Nervenzellen oder zwischen Nerven- und Muskelzellen. Die Parasiten werden gelähmt und sterben schliesslich ab. Ivermectin zeichnet sich durch eine hohe Sicherheitsspanne aus und hat keine erkennbare Wirkung auf Säugetiere, da es deren Zentrales Nervensystem aufgrund der Blut-Hirnschranke in der Regel nicht erreicht.
 

Pharmakokinetik

Ivermectin wird nach oraler Gabe von Ivomec Prämix an Schweine teilweise aus dem Magen-Darmtrakt resorbiert. Bei einer Dosierung von 0,1 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht und Tag wird ein Blutspiegel von 30 ppb ab dem 5. Tag der Medikation erreicht. Die Plasmahalbwertszeit beträgt ca. 1,4 Tage. Die Ausscheidung des Wirkstoffes erfolgt hauptsächlich unverändert über den Kot (ca. 31%), nur etwa 0,1 - 0,3% finden sich im Harn wieder. Da mit der vorgeschriebenen Dosierung nach oraler Applikation im Gegensatz zur s.c. Injektion im Körper kein Wirkstoffdepot gesetzt wird, sind Organe und Gewebe nach Absetzen der Medikation vergleichsweise schnell frei von Rückständen.
 

Indikationen

Zur Behandlung und Bekämpfung von

Räudemilben

Sarcoptes scabiei var. suis
Da die Wirkung von Ivermectin gegen Räudemilben nicht sofort einsetzt, sollen Schweine erst ca. 1 Woche nach Behandlung in saubere Buchten eingestallt bzw. mit räudefreien Schweinen zusammengebracht werden.
 

Läusen

Haematopinus suis
Läuse-Eier werden von Ivermectin nicht abgetötet. Da Läuse bis zu 3 Wochen für ihre Entwicklung benötigen, kann der Befall mit neu geschlüpften Läusen eine Wiederholungsbehandlung erfordern.
 

Magen- und Darmrundwürmern

Ascaris suumadulte und L4
Hyostrongylus rubidusadulte und L4
Oesophagostomum spp.adulte und L4
Strongyloides ransomiadulte*
 
*Die Behandlung von Sauen vor dem Abferkeln verhindert zuverlässig die galaktogene Übertragung von Stronyloides ransomi auf die Ferkel.
 

Lungenwürmern

Metastrongylus sppadulte
 

Dosierung / Anwendung

Aufzucht- und Mastschweine bis 100 kg Körpergewicht:

Tiere bis 40 kg Körpergewicht:
333 g Ivomec Prämix auf 1 t Mischfutter (2ppm) während 7 Tagen, entsprechend 0,1 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht täglich.
 
Tiere über 40 kg Körpergewicht:
Die Einmischrate von Ivomec Prämix pro t Mischfutter ist dem jeweiligen Futterverzehr anzupassen. Im Schnitt ist eine Erhöhung auf 2,4 ppm Ivermectin notwendig (= 400 g Ivomec Prämix pro t Mischfutter).
 

Schweine über 100 kg Körpergewicht:

Die begrenzte Futteraufnahme bei erwachsenen Tieren verlangt ein geändertes Fütterungsschema. Es werden 1,66 kg Ivomec Prämix pro t Futtermittel (10 ppm) eingemischt. Davon erhalten die Tiere 1 kg pro 100 kg Körpergewicht während 7 Tagen, entsprechend 0,1 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht täglich.
Zusätzliches Futter sollte den Tieren erst gegeben werden, wenn die Tagesration an mediziertem Futter verzehrt ist.
Da die Futteraufnahme von Sauen während der Trächtigkeit und Laktation variiert, ist die Einmischrate von Ivomec Prämix pro t Mischfutter dem jeweiligen Futterverzehr anzupassen. Auf sorgfältiges Einmischen ist zu achten.
Mit Ivomec Prämix medikiertes Futter kann pelletiert werden.
Mit Ivomec Prämix medikiertes Futter ist 3 Monate haltbar.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Ivomec Prämix ist nur für Schweine zugelassen und soll nicht bei anderen Tierarten angewendet werden.
 

Vorsichtsmassnahmen

Keine notwendig.
 

Unerwünschte Wirkungen

Bisher keine bekannt.
 

Absetzfristen

Schweine: essbare Gewebe 7 Tage
 

Wechselwirkungen

Bisher keine bekannt.
 

Sonstige Hinweise

Umweltverträglichkeit

Ivermectin wird vorwiegend im Kot behandelter Tiere ausgeschieden. Hauptkomponente ist dabei der unveränderte Wirkstoff.
Durch Ivermectin im Kot werden bestimmte Arten der Dungfauna (z.B. Fiegenlarven und Dungwürmer) in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Der Dungabbau wird jedoch nicht verzögert. Wie Studien belegen, wird Ivermectin nach erfolgter Ausscheidung an Bodenbestandteile gebunden und so langsam freigesetzt, dass ein relevanter Übergang in Gewässer nicht zu erwarten ist. Da freies Ivermectin für Fische und bestimmte im Wasser lebende Organismen gefährlich sein kann, sollten Behältnisse und Arzneimittelreste unschädlich beseitigt werden.
 

Packungen

Packungsgrössen zu 0,333 kg und 5 kg

Zulassung erloschen am: 31.12.2000

Abgabekategorie: A

 

Hersteller

Merck Sharp & Dohme B.V. (NL)

Swissmedic Nr. 53'868

Informationsstand: 06/1996

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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