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Femada SA

Tabletten für Katzen und Hunde

ATCvet-Code: QG03DA02

 

Zusammensetzung

Medroxyprogesteron acetat 5 mg, Lösungsmittel für eine Tablette.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

● Medroxyprogesteron
 

Eigenschaften / Wirkungen

Medroxyprogesteron acetat ist ein Syntheseprogestativum mit antiovulatorischen Eigenschaften. Medroxyprogesteron acetat hemmt die Sekretion gonadotroper Hormone aus der Hypophyse und verhindert oder unterbricht somit die Entwicklung der Follikel und Corpora lutea im Ovar.
 

Indikationen

Verschiebung der Läufigkeit bei weiblichen Tieren. Triebhemmung ausserhalb der Läufigkeit.
Unterbindung des Geschlechtstriebes bei männlichen Tieren.
 

Dosierung / Anwendung

Verschiebung der Läufigkeit:
Die Verabreichungsdauer entspricht der gewünschten Verzögerungsdauer. Je nach Tier treten die Läufigkeitssymptome einige Tage bis Wochen nach Absetzen der Behandlung wieder auf.
 
Katzen:
Die Dosierung schwankt je nach Zyklusstand bei Beginn der Tablettengabe.
-während des Anöstrus (sexuelle Ruheperiode): 1 Tablette pro Woche.
-während des Proöstrus (3-4 Tage vor der Läufigkeit): ½ Tablette pro Tag.
 
Hündinnen:
Die Behandlung soll eine Woche vor dem wahrscheinlichen Datum der Läufigkeit beginnen.
-Hündinnen unter 15 kg Lebendgewicht: 1 Tablette pro Tag
-Hündinnen über 15 kg Lebendgewicht: 2 Tabletten pro Tag pro 15 bis 25 kg Lebendgewicht.
 
Hemmung des exzessiven Geschlechtstriebes bei männlichen Tieren:
Die Therapie beginnt bei den ersten Anzeichen exzessiven Geschlechtstriebes. Die Gabe erfolgt während 10-20 Tagen, je nach Therapieerfolg.
 
Katzen: ½ Tablette pro Tag pro erwachsenes Tier.
 
Hunde (unter 20 kg Lebendgewicht): 1 Tablette pro 10 kg Lebendgewicht.
Hunde (ab 20 kg Lebendgewicht): 2 Tabletten pro Tag pro 15 bis 25 kg Lebendgewicht.
 
Verabreichung: Die Tabletten entweder in einem Stück Fleisch oder direkt tief in den Hals verabreichen. Das Tier nach jeder Gabe trinken lassen.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

-Trächtigkeit
-Anwendung im Pro-Östrus, Östrus oder Metöstrus
-Erkrankungen im Bereich des Geschlechtsapparates
-Mammatumore
-Diabetes mellitus, Nebenniereninsuffizienz
 

Vorsichtsmassnahmen

Bei Jungtieren darf die Anwendung erst nach der ersten Läufigkeit erfolgen.
 

Unerwünschte Wirkungen

Eine Verabreichung während der Läufigkeit kann zu Pyometra führen.
Eine leichtgradige vorübergehende Veränderung im Verhalten behandelter Tiere kann auftreten. Die Verabreichung von MPA kann den Appetit verstärken. Mit MPA behandelte Hunde und Katzen können vermehrt Mammatumore entwickeln.
 

Sonstige Hinweise

Das Medikament darf nicht über das mit der Verpackungsnummer angegebene Verfalldatum hinaus verwendet werden. Vor Kinderhand geschützt aufbewahren!
 

Packungen

Schachtel mit 20 Tabletten

Zulassung erloschen am: 31.05.2004

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Laboratorium Sogeval AG, F-53022 Laval

Swissmedic Nr. 48'220

Informationsstand: 10/1997

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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