HINWEIS: Dies ist ein Eintrag aus dem Archiv; dieses Tierarzneimittel ist in der Schweiz nicht mehr zugelassen!

Novartis Tiergesundheit AG

ATCvet-Code: QP53

 

Zusammensetzung

Bromopropylatum 370 mg, Excipiens pro praeparatione
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

● Bromopropylat
 

Zielspezies

Bienen
 

Eigenschaften / Wirkungen

FOLBEX VA enthält 370 mg Brompropylat pro Räucherstreifen. Der beim Abglimmen eines Räucherstreifens entstehende weisse Rauch ist die Form, in der es gegen die Varroa-Milbe (Varroa jacobsoni) sowie die Tracheenmilbe (Acarapis woodi) optimal wirksam ist und ausserdem von den behandelten Bienenvölkern ausgezeichnet vertragen wird.
 

Indikationen

Bekämpfung des Milbenbefalls bei Bienen, verursacht durch die Varroa-Milbe (Varroatose) und die Tracheenmilbe (Acariose).
 

Dosierung / Anwendung

Richtdosierung:

Für ein Volk bzw. einen Kunst- und Naturschwarm:
-Zur Bekämpfung der Varroatose: 4 × 1 Räu­cherstreifen im Abstand von 4 Tagen; bei Kunst- und Naturschwärmen: 2 × 1 Räu­cherstreifen im Abstand von 24 Stunden.
-Zur Bekämpfung der Acariose: 4-6 × 1 Räu­cherstreifen im Abstand von 7 Tagen.
 

Behandlungszeiten:

Allgemeine Hinweise:
Die Behandlung der Bienen soll ausserhalb der Trachtzeit erfolgen. Die Bienen sollen sich nicht in der Wintertraube (1) befinden. Bei Aussentemperaturen unter 8°C darf nicht behandelt werden (4).
 
Varroatose:
Wird bei der Diagnose im Herbst (natürlicher Milbenfall auf gittergeschützter Unterlage) ein starker Befall festgestellt, ist durch Behandlung mit 4 Streifen eine vollständige Therapie erreicht. Die Therapie der Varroatose erfolgt mit Vorteil dann, wenn die Völker möglichst brutfrei sind (2) (in Europa im Herbst). Die beste Wirkung erreicht man, wenn restliche Brut zerstört wird. Dies kann geschehen, ohne das Volk zu schädigen.
 
Acariose:
Zur Therapie der Acariose sind die Völker bei Beginn der Brutperiode zu behandeln (in Europa im Frühjahr).
 

Durchführung der Behandlung:

Bienenvölker:
Schwache und weisellose Völker abtöten. Immer alle Völker eines Standes gleichzeitig behandeln. Während der Behandlung soll den Bienen offenes Futter zur Verfügung stehen. Der Rauch von FOLBEX VA soll alle Bienen eines Volkes erreichen. Deshalb am besten abends nach Ende des Bienenfluges oder bei geringer Flugaktivität behandeln (3). Falls das Volk die Beute vollständig besetzt, soll zusätzlicher freier Raum geschaffen werden. Die Fluglöcher müssen geschlossen sein (5). Der orangefarbene Räucherstreifen (6) wird am zweckmässigsten an einem Draht in einen leeren Baurahmen gehängt und an der Schmalseite angezündet. Falls eine Flamme entsteht, diese sofort ausblasen und den glimmenden Streifen (7) in dem Rahmen in die Beute hängen (6). Der Streifen darf nirgends anliegen. Alle Fluglöcher nach 30 Minuten öffnen (8). Kontrolle der Beuten auf Brandgefahr. Bei unvollständigem Abglimmen der Räucherstreifen ist die Behandlung nach 24 Stunden zu wiederholen.
 
Kunst- und Naturschwärme:
Zur Behandlung bei Kunst- und Naturschwärmen kann die Schwarmkiste in eine leere, geschlossene Beute gestellt und der Räucherstreifen in einem Leerrähmchen abgeglimmt werden. Der Rauch muss guten Zugang zum Schwarm haben. Die Schwarmkiste verbleibt nach der Behandlung für 30 Minuten in der Beute. Vor und nach den Anwendungen des Räucherstreifens müssen die Schwärme an einem kühlen, dunklen Ort aufgestellt, genügend belüftet, und muss flüssiges Futter gegeben werden. 24 Stunden nach der Behandlung können Schwärme in Beuten mit Waben umlogiert werden.
 
Bild 018
 
Bild 019
 
Bild 020
 
Bild 021
 

Sonstige Hinweise

Nur im gut durchlüfteten Bienenhaus anwenden. Eventuell Gesichtsmaske tragen.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Der Wirkstoff Brompropylat reichert sich im Bienenwachs an. FOLBEX eignet sich deshalb zur Behandlung von "nackten" Schwärmen. Zudem kann eine Anreicherung im Wachs vermindert werden, wenn der natürliche Wabenbau der Biene gefördert wird.
 

Lagerung und Haltbarkeit

Räucherstreifen vor Feuchtigkeit schützen.
 

Packungen

Schachtel mit 3 Beuteln zu je 8 Räucherstreifen

Abgabekategorie: B

 

Hersteller

Novartis AG, Basel (CH)

Swissmedic Nr. 44'468

Informationsstand: 10/1992

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
©2020 - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten.