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Vetoquinol AG

Orales Sedativum und Antiemetikum für Hunde und Katzen

ATCvet-Code: QN05AA04

 

Zusammensetzung

1 Filmtabletteforte
Acepromazinum (ut A. maleinicum)35 mg
Color.: E 132
Excip. pro compresso obducto
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

● Acepromazin
 

Eigenschaften / Wirkungen

Sedalin enthält das klinisch bestens bewährte, sehr gut verträgliche Neuroleptikum Acepromazin. Durch seine zentral psychomotorische Hemmung führt es zur verminderten Erregbarkeit (Sedation) und verminderten Motorik (Hypokinese) mit Erschlaffung der Muskulatur, wobei das Bewusstsein nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Dieser Zustand der relativen Indifferenz gegenüber der Umwelt führt zur teilnahmslosen Gleichgültigkeit mit reduzierter Schmerzempfindung, so dass Manipulationen an dem und mit dem Tier mühelos möglich sind. Die psychische Erregbarkeit, Aggressionen, Angst und Abwehrreaktionen werden gehemmt.
Infolge der dämpfenden Wirkung auf das autonome Nervensystem beugt Sedalin weiterhin möglichem Erbrechen vor.
Die Wirkung tritt nach der Verabreichung rasch ein: 15 - 20 min.
Die Dauer der Wirkung beträgt bei der angegebenen Dosierung durchschnittlich 6 - 12 Stun­den.
Die angegebene Dosierung kann je nach gewünschter Wirkung variiert werden. Eine Erhöhung ist aufgrund der geringen Toxizität von Acepromazin möglich, führt jedoch nicht immer zu verstärkter Sedation. Toxizitätsversuche an Hunden mit der 12 - 24fachen klinischen Dosis (3 mg/kg) bei i.m. Injektion führten zu keinen negativen Erscheinungen.
 

Pharmakokinetik

Nach oraler Gabe wird Acepromazin gut und schnell resorbiert, die Bindung an Plasmaproteine ist ausgeprägt. Hohe Konzentrationen werden in Leber, Nieren und Lunge erreicht, während die Konzentration im Gehirn unter derjenigen im Plasma bleibt.
Maximale Plasmaspiegel werden nach 0,5 - 1 Stunde erreicht, die Halbwertszeit beträgt ca. 16 Stunden beim Hund und ca. 12 Stunden bei der Katze.
Acepromazin unterliegt einem intensiven Abbau mit erheblichem "first-pass"-Effekt, die terminale Halbwertszeit weist nur eine geringe Beziehung zur pharmakologischen Wirkung auf. Die Metaboliten werden grösstenteils als Glucuronide renal oder über den Darm ausgeschieden.
 

Indikationen

Ruhigstellung
Ausschaltung von Abwehrreaktionen bei Fixationsmassnahmen und bei Untersuchungen
Sedation bei Nervosität, Kannibalismus, Muskelkontrakturen (Tetanie, Lumbago), Stress-Situationen, Transporten
Symptomatische Therapie bei Erbrechen, Reisekrankheit (bei längeren Fahrten mit mehrstündiger Sedation)
 

Dosierung / Anwendung

a) Richtdosis1 - 2 mg Acepromazin pro kg
Stärkere Sedation0,5 - 1 Filmtablette mite/3,5 kg
1 - 2 Filmtabletten forte/35 kg
 
Katze 1 - 2 Filmtabletten mite
Kleiner Hund7,5 kg 1 - 2 Filmtabletten mite
 15 kg3 - 5 Filmtabletten mite
Mittlerer Hund35 kg1 - 2 Filmtabletten forte
Grosser Hund70 kg2 - 4 Filmtabletten forte
 
b) in der Regel einmalige Gabe nach tierärztlicher Anweisung.
 
c) Die Eingabe der Filmtabletten erfolgt durch Einwerfen in den Rachen oder Auflegen auf den Zungengrund.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Bestehende Aufregung, bestehende Herz- und Kreislaufinsuffizienz, Schock und grosse Blutverluste, Epilepsie, Vergiftung mit Krampfgiften (z.B. Strychnin).
 

Unerwünschte Wirkungen

Nachlassen der Kreislaufregulationsfähigkeit, Weitstellung der Hautgefässe mit möglicher Senkung der Körpertemperatur, mögliche Photosensibilität an unpigmentierten Hautstellen sowie mögliche Allergisierung.
 

Wechselwirkungen

Die Wirkungen von starken Analgetika und Narkotica können verstärkt werden, in Verbindung mit Metamizol kann es zu starken Hypothermien kommen.
 

Sonstige Hinweise

Medikament zum Schutz der Kinder sicher aufbewahren!
Bei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern.
 

Packungen

Schachtel mit 40 Filmtabletten forte (mittlerer und grosser Hund)

Zulassung erloschen am: 14.09.2011

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 42'927

Informationsstand: 12/2006

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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