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Pfizer AG

Breitspektrumanthelminthikum für Wiederkäuer und Schweine

ATCvet-Code: QP52

 

Zusammensetzung

1 Beutel mit 20 g Banminth 12,5% enthält 2,5 g Pyranteltartrat (entspricht 1,4 g Pyrantelbase) in Form eines wasserlöslichen Pulvers.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

● Pyrantel
 

Eigenschaften / Wirkungen

Pyranteltartrat weist chemisch keine Verwandschaft zu den sonst gebräuchlichen Anthelminthika auf. Oral verabreicht wird es rasch resorbiert, metabolisiert und wieder eliminiert. Beim Rind gelangt rund ein Fünftel, beim Schaf und beim Schwein ein Drittel der Wirksubstanz über den Urin zur Ausscheidung. Die therapeutische Breite liegt zwischen 6 (Schwein) und 16 (Rind).
Pyrantel blockiert die neuromuskulären Schaltstellen der Nematoden und wirkt nemizid, beziehungsweise larvizid auf sämtliche im Magen-Darmtrakt befindlichen Stadien. Eine Kreuzresistenz zu Benzimidazolderivaten besteht nicht.
 

Indikationen

Prophylaxe und Therapie der parasitären Gastroenteritis beim Rind, Schaf und beim Schwein. Prophylaxe von Leber- und Lungenläsionen und damit zusammenhängenden Erkrankungen beim Schwein.
 

Dosierung / Anwendung

Rind:

1 Beutel mit 20 g BANMINTH 12,5% reicht für die Behandlung von 200 kg KGW aus (entspricht einer Dosierung von 12,5 mg Pyranteltartrat pro kg KGW).
 
Eine erste Routinebehandlung aller gemeinsam weidenden Rinder ist 1 Monat nach Weidebeginn angezeigt. Weitere Behandlungen Mitte August und Ende September verhüten nicht nur das Auftreten einer Sommerostertagiose, sondern reduzieren ebenso das Risiko eines Winterostertagioseausbruchs. Erkrankte Rinder sind jeweils sofort zu behandeln und nachher entweder einzustallen oder auf eine parasitenarme Weidefläche zu verbringen.
 

Schaf:

1 Beutel mit 20 g BANMINTH 12,5% reicht für die Behandlung von 100 kg KGW aus (entspricht einer Dosierung von 25 mg Pyranteltartrat pro kg KGW).
 
Alle gemeinsam weidenden Schafe sind von Ende April bis Ende Oktober in Intervallen von höchstens 2 Monaten zu behandeln. Erkrankte Schafe sind sofort zu behandeln und nachher entweder einzustallen oder auf eine parasitenarme Weide zu verbringen.
 

Schwein:

1 Beutel mit 20 g BANMINTH 12,5% reicht für die Behandlung von 200 kg KGW aus (entspricht einer Dosierung von 12,5 mg pro kg KGW).
 
-Mutterschweine: Behandlung eine Woche vor dem Überführen in die Abferkelbuchten.
-Ferkel: Behandlung vor dem Überführen in den Aufzucht- oder Maststall.
-Zukaufferkel und -jager: Behandlung etwa 7 Tage nach dem Einstallen; Wiederholung der Behandlung nach 4-6 Wochen.
 
BANMINTH 12,5% kann über das Futter oder im Trinkwasser gelöst verabreicht werden.
 

Anleitung für die Zubereitung einer wässrigen Lösung zur direkten oralen Verabreichung an Schafe:

Das Pulver in der angegebenen Menge lauwarmem Wasser auflösen und gut umrühren, bis auf dem Gefässboden kein Pulver mehr sichtbar ist. Zur Beschleunigung der Auflösung soll das Pulver in lauwarmes Wasser gegeben werden und nicht umgekehrt.
 

Zubereitung der Lösung:

Anzahl  Anzahl  Menge           Ergibt Menge
Tiere   Beutel  Wasser              Lösung
 
  5       3      42 ml (=0,42 dl)    80 ml
 10       6      84 ml (=0,84 dl)   160 ml
 20      12     164 ml (=1,64 dl)   320 ml
 50      30     410 ml (=4,1 dl)    800 ml
100      60     820 ml (=8,2 dl)    1,6 l
 

Von dieser Lösung folgende Menge eingeben:

    Körpergewicht     Einzugebende
    des Tieres        Lösungsmenge
 
        10 kg           2,7 ml (cm3)
        20 kg           5,4 ml (cm3)
        30 kg           8,0 ml (cm3)
        40 kg          10,7 ml (cm3)
        50 kg          13,4 ml (cm3)
        60 kg          16,0 ml (cm3)
        70 kg          18,7 ml (cm3)
        80 kg          21,4 ml (cm3)
 

Absetzfristen

Fleisch: Wiederkäuer: 14 Tage
Schweine: 0 Tage
  
Milch: 0 Tage
 

Sonstige Hinweise

Vor Kinderhand geschützt aufbewahren !
 

Packungen

20 Beutel mit 20 g (entspricht 2,5 g Pyranteltartrat).

Zulassung erloschen am: 31.12.2001

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 35'864

Informationsstand: 06/1996

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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