INFORMATION FÜR TIERHALTENDE  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Otisur ad us. vet., Tropfsuspension für Hunde und Katzen  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin:  
Virbac (Switzerland) AG, 8152 Opfikon, Domizil: Postfach 353, 8152 Glattbrugg  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin:  
Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd., Dublin Road, Loughrea, Co. Galway, Ireland  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Otisur ad us. vet., Tropfsuspension für Hunde und Katzen  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
1 ml Suspension enthält:  
Wirkstoffe:  
Miconazol  
19,98 mg (als Miconazolnitrat 23,0 mg)  
4,48 mg (als Prednisolonacetat 5,0 mg)  
Prednisolon  
Polymyxin-B-sulfat 0,5293 mg (5500 U.I.)  
Weisse bis cremefarbene Tropfsuspension zur Anwendung am Ohr oder auf der Haut.  
4.  
ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Zur Behandlung von Otitis externa (Entzündung des äusseren Gehörgangs) und kleiner, lokalisierter,  
oberflächlicher Hautentzündungen, welche durch Hautpilze, Hefen und durch gram-positive oder  
gram-negative Bakterien hervorgerufen werden.  
Otisur ist ebenfalls wirksam in der Behandlung einer durch die Ohrmilbe Otodectes cynotis  
hervorgerufenen Otitis externa.  
Die Anwendung von Otisur sollte unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Antibiotika-  
Resistenzbestimmung (Antibiogramm) erfolgen.  
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5.  
GEGENANZEIGEN  
Nicht anwenden:  
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bei bekannter Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Tierarzneimittels, anderen  
ähnlichen Wirkstoffen oder einen der sonstigen Bestandteile,  
bei bekannter Resistenz gegen die in Otisur enthaltenen Wirkstoffe Polymyxin B oder  
Miconazol,  
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bei viralen Hautinfektionen,  
bei grossflächigen Hautläsionen und schlecht heilenden oder frischen Wunden,  
bei Tieren mit beschädigtem Trommelfell,  
an der Gesäugeleiste von laktierenden Hündinnen und Kätzinnen,  
bei tragenden Hündinnen,  
bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
Längere und ausgiebige Anwendung von äusserlich aufzutragenden, steroidalen  
Entzündungshemmern kann zu lokaler Abwehrschwäche mit Infektionen, Hautverdünnung,  
verzögerter Heilung, Blutung an der Stelle der Verabreichung, Störungen der Nebennierenfunktion  
sowie Teleangiektasien (von Auge sichtbare Erweiterungen kleinster Blutgefässe von Haut und  
Schleimhäuten) führen.  
In sehr seltenen Fällen (weniger als 1 von 10 000 behandelten Tieren, einschliesslich  
Einzelfallberichte) kann die Verwendung von Otisur mit dem Auftreten von Taubheit einhergehen,  
hauptsächlich bei älteren Hunden. In diesen Fällen sollte die Behandlung abgebrochen werden.  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,  
beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat,  
teilen Sie dies bitte Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt oder Ihrer Apothekerin / Ihrem Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Hunde und Katzen  
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8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Zum Einbringen in den äusseren Gehörgang oder zum Auftragen auf die Haut.  
Infektionen des äusseren Gehörgangs (Otitis externa):  
Zweimal täglich 5 Tropfen des Tierarzneimittels nach Säuberung der Ohrmuschel in den äusseren  
Gehörgang eingeben. Ohrmuschel und Gehörgang sollten gut massiert werden, damit eine  
gleichmässige Verteilung der Wirkstoffe erreicht wird, jedoch sanft genug, um dem Tier keine  
Schmerzen zu verursachen.  
Die Behandlung sollte ohne Unterbrechung bis einige Tage nach dem völligen Verschwinden der  
Symptome für mindestens 7 10, jedoch nicht länger als 14 Tage, fortgesetzt werden. Der  
Erfolg der Behandlung sollte durch eine Tierärztin / einen Tierarzt kontrolliert werden, bevor die  
Behandlung beendet wird.  
Infektionen der Haut (klein, lokalisiert, oberflächlich):  
Zweimal am Tag einige Tropfen des Tierarzneimittels auf die zu behandelnden Läsionen auftragen  
und gut einreiben.  
Die Behandlung sollte bis einige Tage nach dem völligen Verschwinden der Symptome,  
jedoch nicht länger als 14 Tage, ununterbrochen fortgesetzt werden.  
In einigen hartnäckigen Fällen (Ohr- und Hautinfektionen), kann es notwendig sein, die Behandlung  
für 2 bis 3 Wochen fortzuführen. In solchen Fällen sollte die Tierärztin / der Tierarzt weitere  
Untersuchungen und eine Neubewertung der Diagnose vornehmen. Eine Verlängerung der  
Behandlung darf nur auf tierärztliche Anweisung erfolgen.  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Vor dem Gebrauch 10 bis 15 Sekunden lang gut schütteln, um sicherzustellen, dass das  
Tierarzneimittel vollständig gemischt ist. Verunreinigungen der Spitze sind strengstens zu vermeiden.  
Die Haare auf und in der Nähe der befallenen Stellen sollten, wenn nötig, vor der Behandlung  
abrasiert werden; dies sollte, falls nötig, im Laufe der Behandlung wiederholt werden.  
Hygienische Massnahmen wie tägliches Säubern der befallenen Stellen vor der Behandlung  
unterstützen den therapeutischen Erfolg.  
10.  
WARTEZEIT(EN)  
Nicht zutreffend.  
Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.  
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11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Nicht über 25 °C lagern.  
Vor Licht schützen.  
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.  
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton mit «EXP» angegebenen Verfalldatum nicht  
mehr anwenden.  
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 3 Monate  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Da das Tierarzneimittel verschreibungspflichtig ist, sollte die Behandlung von einer Tierärztin / einem  
Tierarzt überwacht werden. Die zugrundeliegenden Ursachen einer Ohrentzündung sollten durch die  
Tierärztin/den Tierarzt identifiziert werden und die Verwendung des Tierarzneimittels sorgfältig  
abgewogen werden, auch unter Berücksichtigung von Resistenzen gegen die Wirkstoffe.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren:  
Nur zur Anwendung auf der Haut oder im äusseren Gehörgang.  
Im Falle eines anhaltenden Befalls mit Ohrmilben sollten diese mit einem geeigneten Tierarzneimittel  
behandelt werden.  
Vor Beginn der Behandlung mit dem Tierarzneimittel muss die Unversehrtheit des Trommelfells durch  
eine Tierärztin / einen Tierarzt überprüft werden.  
Die Aufnahme durch Ablecken des Tierarzneimittels durch behandelte Tiere oder Tiere, die mit ihnen  
Kontakt haben, ist zu vermeiden.  
Das Tierarzneimittel sollte nicht im Bereich der Gesäugeleiste bei säugenden Muttertieren  
aufgetragen werden, da so die Gefahr einer möglichen direkten Medikamentenaufnahme durch die  
Welpen besteht.  
Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen des Tieres. Im Falle eines versehentlichen Kontaktes die  
Augen gründlich mit Wasser spülen.  
Soweit möglich sollte das Tierarzneimittel erst nach Identifikation und Prüfen der Infektionserreger  
mittels Empfindlichkeitstests zur Anwendung kommen.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:  
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen von Otisur sollten den  
Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Das Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen  
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hervorrufen. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels ist der Kontakt mit menschlicher Haut oder den  
Augen zu vermeiden.  
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels stets Einmalhandschuhe tragen. Bei versehentlichem Haut-  
oder Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen. Nach der Anwendung die Hände waschen.  
Eine versehentliche Einnahme ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich eine  
Ärztin / ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.  
Trächtigkeit und Laktation:  
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.  
Die Verwendung während der Trächtigkeit wird nicht empfohlen.  
Bei einer Aufnahme des Tierarzneimittels durch Ablecken des Fells ist mit einem Übergang der  
Wirkstoffe in das Blut bzw. in die Milch zu rechnen.  
Eine Anwendung im Bereich der Milchleiste bei säugenden Muttertieren sollte aufgrund der möglichen  
direkten Medikamentenaufnahme durch die Welpen unterbleiben.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Es sind keine anderen Symptome als diejenigen, welche unter dem Abschnitt 6. Nebenwirkungen  
beschrieben sind, zu erwarten. Allfällige Folgen sind durch eine Tierärztin / einen Tierarzt zu  
behandeln.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nicht  
verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den  
geltenden Vorschriften zu entsorgen. Fragen Sie Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt oder Apothekerin /  
Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen dem  
Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
03.04.2024  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
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15.  
WEITERE ANGABEN  
Flasche mit Schraubverschluss und Dosiervorrichtung aus Kunststoff in einer Faltschachtel.  
Packungsgrössen: 15 ml, 30 ml  
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 69713  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der  
im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
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