HEDYLON5 mg ad us. vet.  
Teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Prednisolonum  
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Hedylon 5 mg ad us. vet.,  
de  
Anzahl Tabletten  
teilbare Tabletten für Hunde und Katzen wurden von Swissmedic  
nur summarisch geprüft. Die Zulassung von Hedylon 5 mg ad us.  
vet. stützt sich auf Hedylon 5 mg Tabletten für Hunde und Katzen  
mit Stand der Information vom Dezember 2018, welches densel-  
ben Wirkstoff enthält und in Deutschland zugelassen ist.  
Hedylon 5 mg für Hunde und Katzen  
Körpergewicht  
(kg)  
Mindestdosis  
0.5 mg/kg Körper-  
gewicht  
Höchstdosis  
2 mg/kg Körper-  
gewicht  
Information für Tierhaltende  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe  
≤ 2.5 kg  
¼
½
1
> 2.5 – 5 kg  
1-2  
2-3  
3-4  
4-5  
5-6  
6-7  
7-8  
Packungsbeilage  
> 5 – 7.5 kg  
¾
1. Name und Anschrift der Zulassungsinhaberin und, wenn  
unterschiedlich, der Herstellerin, die für die Chargenfreigabe  
verantwortlich ist  
Zulassungsinhaberin:  
Dr. E. Graeub AG, Rehhagstrasse 83, 3018 Bern  
> 7.5 – 10 kg  
> 10 – 12.5 kg  
> 12.5 – 15 kg  
> 15 – 17.5 kg  
> 17.5 – 20 kg  
1
1 ¼  
1 ½  
1 ¾  
2
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin:  
Industrial Veterinaria S.A.  
Esmeralda 19  
08950 Esplugues de Llobregat (Barcelona)  
Spanien  
ODER  
¼ Tablette  
½ Tablette  
¾ Tablette  
1 Tablette  
aniMedica GmbH  
Im Südfeld 9  
48308 Senden-Bösensell  
Deutschland  
Die Tabletten können in 2 oder 4 gleiche Teile geteilt werden, um  
eine präzise Dosierung zu gewährleisten.  
1/2  
1/4  
ODER  
aniMedica Herstellungs GmbH  
Im Südfeld 9  
48308 Senden-Bösensell  
Deutschland  
2. Bezeichnung des Tierarzneimittels  
Hedylon 5 mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Kat-  
9. Hinweise für die richtige Anwendung  
Nicht zutreffend  
zen  
Prednisolon  
10. Wartezeiten  
3. Wirkstoffe und sonstige Bestandteile  
Jede Tablette enthält:  
Nicht zutreffend  
Wirkstoff: Prednisolon 5 mg  
11. Besondere Lagerungshinweise  
Weisse runde Tabletten mit einer Kreuzbruchrille auf der einen  
Seite und der Prägung der Zahl 5 auf der anderen Seite  
Die Tabletten können in 2 oder 4 gleiche Teile geteilt werden.  
Nicht verwendete Tablettenstücke müssen in den Blister zu-  
rückgegeben und innerhalb von 4 Tagen verwendet werden.  
Unter 25°C lagern. Den Blister im Umkarton aufbewahren, um  
den Inhalt vor Licht zu schützen.  
4. Anwendungsgebiete  
Kortikosteroid für Hunde und Katzen  
Zur symptomatischen Behandlung oder unterstützenden Be-  
handlung entzündlicher und immunvermittelter Erkrankungen  
bei Hunden und Katzen  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton mit «EXP.» an-  
gegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.  
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.  
12. Besondere Warnhinweise  
5. Gegenanzeigen  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Nicht anwenden bei Tieren mit:  
Mit der Kortikoidgabe soll eine Besserung der klinischen Sym-  
ptomatik erreicht werden, ein kurativer Ansatz wird damit nicht  
verfolgt. Die Behandlung mit dem Kortikoid sollte mit einer Be-  
handlung der Grunderkrankung und/oder der Ermittlung/Aus-  
schaltung der auslösenden Umweltfaktoren einhergehen.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tie-  
ren:  
Beim Vorliegen einer bakteriellen Infektion sollte das Tierarz-  
neimittel in Verbindung mit einer geeigneten Antibiotikatherapie  
angewendet werden. Pharmakologisch wirksame Dosierungen  
können zu einer Nebenniereninsuffizienz führen. Diese kann  
sich insbesondere nach Absetzen der Kortikosteroidtherapie  
manifestieren. Dieser Effekt kann minimiert werden, wenn das  
Tierarzneimittel nur jeden zweiten Tag verabreicht wird, sofern  
dies praktikabel ist. Zur Verhinderung der Auslösung einer Ne-  
benniereninsuffizienz sollte das Tierarzneimittel durch schritt-  
weise Dosisreduktion ausschleichend abgesetzt werden (siehe  
auch Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der  
Anwendung“).  
- Virusinfektionen, Mykosen oder parasitären Infektionen, die  
nicht durch eine angemessene Behandlung beherrscht wer-  
den  
- Diabetes mellitus  
- Hyperadrenokortizismus  
- Osteoporose  
- Herzinsuffizienz  
- Niereninsuffizienz  
- Hornhautulzera  
- Gastrointestinalen Ulzera  
- Glaukom  
Nicht gleichzeitig mit attenuierten Lebendimpfstoffen anwen-  
den.  
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber  
dem Wirkstoff, anderen Kortikosteroiden oder einem der sons-  
tigen Bestandteile.  
Siehe auch die Abschnitte „Trächtigkeit und Laktation“ und  
„Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere  
Wechselwirkungen“.  
Kortikoide wie Prednisolon steigern den Eiweisskatabolismus.  
Daher ist bei der Gabe dieses Tierarzneimittels an alte und man-  
gelernährte Tiere Vorsicht geboten.  
6. Nebenwirkungen  
Es ist bekannt, dass entzündungshemmende Kortikosteroi-  
de wie Prednisolon ein breites Nebenwirkungsspektrum auf-  
weisen. Während hohe Einzeldosen in der Regel gut vertragen  
werden, können bei langfristiger Anwendung schwere Neben-  
wirkungen auftreten.  
Bei der Anwendung von Kortikoiden wie Prednisolon ist eben-  
falls Vorsicht geboten bei Tieren mit Hypertonie, Epilepsie, Ver-  
brennungen, anamnestisch bekannter Steroidmyopathie, sowie  
bei immungeschwächten Tieren und Jungtieren, da Kortikoste-  
roide eine Wachstumsverzögerung hervorrufen können.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:  
- Prednisolon oder andere Kortikoide können Überempfindlich-  
keit (allergische Reaktionen) hervorrufen.  
- Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber  
Prednisolon, anderen Kortikosteroiden oder einem der sonsti-  
gen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel  
vermeiden.  
- Um eine unbeabsichtigte Einnahme, insbesondere durch Kin-  
der, zu vermeiden, sollten nicht verwendete Tablettenstücke  
in die geöffnete Blisterpackung zurückgelegt und in den Kar-  
ton zurückgegeben werden.  
- Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch Kinder, ist  
unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbei-  
lage oder das Etikett vorzuzeigen.  
- Kortikosteroide können fetale Missbildungen hervorrufen;  
deshalb wird empfohlen, dass schwangere Frauen den Kon-  
takt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.  
- Nach der Handhabung der Tabletten Hände sofort gründlich  
waschen.  
Trächtigkeit und Laktation:  
Nicht bei trächtigen Tieren anwenden. Laboruntersuchungen  
haben gezeigt, dass während der frühen Trächtigkeit fötale  
Missbildungen und in späteren Stadien der Trächtigkeit Aborte  
oder Frühgeburten auftreten können.  
Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über und können bei  
gesäugten Jungtieren zu Beeinträchtigungen des Wachstums  
führen. Bei laktierenden Hündinnen und Kätzinnen daher nur  
nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den be-  
handelnden Tierarzt anwenden.  
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere  
Wechselwirkungen:  
Phenytoin, Barbiturate, Ephedrin und Rifampicin können die  
metabolische Clearance von Kortikosteroiden beschleunigen,  
wodurch die Wirkstoffspiegel im Blut abnehmen und die physio-  
logische Wirkung verringert wird.  
Die gleichzeitige Anwendung dieses Tierarzneimittels mit nicht-  
steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln kann gast-  
rointestinale Ulzera verschlimmern.  
Die Anwendung von Prednisolon kann eine Hypokaliämie aus-  
lösen und damit das Risiko der Toxizität von Herzglykosiden er-  
höhen. Das Hypokaliämie-Risiko kann erhöht sein, wenn Pred-  
nisolon zusammen mit Kalium-ausschwemmenden Diuretika  
angewendet wird.  
Bei kombinierter Gabe mit Insulin sind entsprechende Vor-  
sichtsmassnahmen zu treffen.  
Die Behandlung mit dem Tierarzneimittel kann die Wirksamkeit  
von Impfungen beeinträchtigen. Eine Impfung mit attenuierten  
Lebendimpfstoffen sollte nicht innerhalb von 2 Wochen vor oder  
nach der Behandlung stattfinden.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Eine Überdosierung kann lediglich die in Abschnitt 6. „Neben-  
wirkungen“ aufgeführten Nebenwirkungen verursachen. Es gibt  
kein spezifisches Antidot. Zeichen einer Überdosierung müssen  
symptomatisch behandelt werden.  
Wirksame Dosen unterdrücken während der Therapie die Hypo-  
thalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und führen so zu  
einer deutlichen dosisabhängigen Kortisolsuppression. Nach  
Beendigung der Behandlung können Anzeichen einer Neben-  
niereninsuffizienz auftreten, wodurch das Tier möglicherweise  
nicht mehr angemessen auf Stresssituationen reagieren kann.  
Ein deutlicher Anstieg der Triglyzeride kann die Folge eines  
möglicherweise auftretenden iatrogenen Hyperadrenokor-  
tizismus (Cushing-Syndrom) sein, der mit erheblichen Ver-  
änderungen des Fett-, Kohlenhydrat-, Eiweiss- und Mineral-  
stoffwechsels einhergeht, z. B. Umverteilung von Körperfett,  
Körpergewichtszunahme, Muskelschwäche und -abbau sowie  
Osteoporose. Eine Kortisolsuppression und ein Anstieg der Tri-  
glyzeride im Plasma ist eine sehr häufige Nebenwirkung bei der  
Behandlung mit Kortikoiden (mehr als 1 von 10 behandelten  
Tieren).  
Veränderungen von biochemischen und hämatologischen Para-  
metern und Leberwerten, die wahrscheinlich mit der Anwen-  
dung von Prednisolon in Zusammenhang stehen, waren signi-  
fikant und wurden für die alkalische Phosphatase (Anstieg),  
Lactatdehydrogenase (Abnahme), Albumin (Anstieg), eosino-  
phile Granulozyten und Lymphozyten (Abnahme), segmentierte  
neutrophile Granulozyten (Anstieg) und Leberenzyme im Serum  
(Anstieg) beobachtet. Eine Abnahme der Aspartattransaminase  
wird ebenfalls beobachtet.  
Systemisch verabreichte Kortikosteroide können insbesonde-  
re zu Beginn der Therapie Polyurie, Polydipsie und Polyphagie  
verursachen. Einige Kortikosteroide können bei Langzeitan-  
wendung zu Natrium- und Wasserretention sowie Hypokaliämie  
führen. Durch systemisch angewendete Kortikosteroide wurden  
Calciumablagerungen in der Haut (Calcinosis cutis) hervorgeru-  
fen.  
Die Anwendung von Kortikosteroiden kann die Wundheilung  
verzögern, und die immunsuppressiven Wirkungen können die  
Infektabwehr schwächen oder bestehende Infektionen ver-  
schlimmern.  
Bei mit Kortikosteroiden behandelten Tieren traten gastrointes-  
tinale Ulzera auf. Zudem können bestehende gastrointestinale  
Ulzera bei Tieren, die nichtsteroidale entzündungshemmende  
Arzneimittel erhalten, sowie bei Tieren mit Rückenmarkstrau-  
ma durch Steroide verschlimmert werden.  
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind: Hemmung des Län-  
genwachstums der Knochen; Hautatrophie; Diabetes mellitus;  
Verhaltensauffälligkeiten (Erregung und Depression), Pankrea-  
titis, Abnahme der Schilddrüsenhormon-Synthese; Anstieg der  
Parathormon-Synthese. Siehe auch Abschnitt „Trächtigkeit und  
Laktation“.  
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgen-  
dermassen definiert:  
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen  
Nebenwirkungen)  
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten  
Tieren)  
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1'000 be-  
handelten Tieren)  
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10'000 behandel-  
ten Tieren)  
13. Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung von  
nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien,  
sofern erforderlich  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haus-  
haltsabfall entsorgt werden.  
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benö-  
tigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen  
dem Umweltschutz.  
- Sehr selten (weniger als 1 von 10'000 behandelten Tieren, ein-  
schliesslich Einzelfallberichte).  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der  
Packungsbeilage aufgeführt sind, beim behandelten Tier fest-  
stellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht  
gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt mit.  
7. Zieltierarten  
14. Genehmigungsdatum der Packungsbeilage  
Genehmigung durch ausländische Referenzbehörde: 12.2018  
Ohne sicherheitsrelevante Ergänzungen von Swissmedic:  
02.03.2022  
Hund und Katze  
8. Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung  
Orale Anwendung  
Dosis und Gesamtdauer der Behandlung werden, im Rahmen  
des zugelassenen Dosierungsbereichs, durch den Tierarzt im  
Einzelfall in Abhängigkeit vom Schweregrad der Symptome  
festgelegt.  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter  
15. Weitere Angaben  
Lichtundurchlässiger PVC/Aluminium-Blister  
Packungsgrössen:  
Initialdosis für Hunde und Katzen: 0.5 – 2.0 mg pro kg Körper-  
gewicht pro Tag  
Faltschachtel mit 1, 3, 5, 10 oder 25 Blisterpackungen mit 10 Ta-  
bletten  
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Ver-  
kehr gebracht.  
Eine Behandlungsdauer von einer bis drei Wochen mit den oben  
aufgeführten Dosierungen kann erforderlich sein.  
Bei längerfristiger Behandlung: Wenn nach täglicher Gabe über  
einen bestimmten Zeitraum die erwünschte Wirkung eingetre-  
ten ist, sollte die Dosis reduziert werden, bis die niedrigste wirk-  
same Dosis erreicht ist. Die Dosis soll dabei reduziert werden,  
indem die Gabe jeden zweiten Tag erfolgt und/oder die Dosis in  
Intervallen von 5 – 7 Tagen halbiert wird, bis die niedrigste wirk-  
same Dosis erreicht ist.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 67‘745  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel ge-  
wünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der im 1. Abschnitt  
genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
Aufgrund der unterschiedlichen körpereigenen Kortisolspitzen  
sollten Hunde morgens und Katzen abends behandelt werden.  
Die folgende Tabelle dient als Anleitung für die Anwendung des  
Arzneimittels entsprechend der Mindestdosis von 0.5 mg/kg  
Körpergewicht und der Höchstdosis von 2 mg/kg Körperge-  
wicht: