Definition

Nach Ph. Eur. 8: Die getrockneten Blüten von Sambucus nigra L.
 
Gehalt: mindestens 0.8% Flavonoide, berechnet als Isoquercitrin (C21H20O12; Mr 464.4) und bezogen auf die getrocknete Droge (Ph. Eur. 8, 2014).
 
Reinheit:
-Fremde Bestandteile: höchstens 8% grobe Stielfragmente und andere fremde Bestandteile und höchstens 15% verfärbte und braune Blüten, mit 10 g Droge bestimmt (Ph. Eur. 8, 2014).
-Trocknungsverlust: höchstens 10%, mit 1.000 g pulverisierter Droge durch 2 Stunden langes Trocknen im Trockenschrank bei 105°C bestimmt (Ph. Eur. 8, 2014).
-Asche: höchstens 10.0% (Ph. Eur. 8, 2014).
 
Extraktionsverfahren:
-Heisswasser (Infus; Aichberger et al., 2012; Brendieck-Worm et al., 2015; EMA, 2008; Reichling et al., 2016; Wichtl, 2009)
-Ethanol 25% V/V (Flüssigextrakt, Tinktur; EMA, 2008)
 
Verfälschungen: selten mit Blüten von Sambucus ebulus L. (rötlicher Blütenstiel, roter Staubbeutel, rosafarbene Korollblätter, Kronzipfel mit anastomosierenden Nerven) (Hagers Enzyklopädie, 2014; Wichtl, 2009).
 

Übliche Zubereitungen

Getrocknete Blüten als Infus, Flüssigextrakte, Tinkturen, Pulver, Öl, Wasser, Saft und Wachs (EMA, 2008; Hänsel & Sticher, 2005; Pharmavista, 2016; Teuscher et al., 2012; Wichtl, 2009).
 
 
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