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Zutreffende Spezies (Botanik)

Robinia pseudoacacia L. - stark giftig
 

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ (Erläuterungen)
Vögel: sehr stark giftig +++
 

Hauptwirkstoffe

Toxalbumine Robin und Phasin, Glycosid Robinin
 

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Wirkungsmechanismen

Die toxischen Proteine Robin und Phasin bewirken Erythrozytenagglutination und Gewebsnekrosen. Bei geringer Giftmenge (Pferd ca. 70 g Rinde) stehen gastrointestinale Störungen, bei grösseren Giftmengen (Pferd ca. 100 g Rinde) ZNS-Erscheinungen im Vordergrund.
 
Veterinärtoxikologie

Letale Dosis

Pferd:150 g Rinde
 

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Klinische Symptome

Pferd: Kolik, reduzierte Darmmotorik, Sistieren des Kotabsatzes, Obstipation der Beckenflexur, ZNS-Erscheinungen (Exzitation, Ausfälle des zentralen Nervensystems wie Mydriasis, Blindheit, Gleichgewichtsstörungen und Festliegen), Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Hufrehe.
Rind: Anorexie, Körperschwäche, Dyspnoe, reduzierte Darmmotorik, kalte Extremitäten, Mydriasis (Wiederkäuer sind 10mal weniger empfindlich als Pferde)
 

Therapie

Dekontamination / Symptomatische Therapie (siehe Notfalltherapie).
Pferd nicht am Stamm einer Robinie anbinden, keine Einstreu mit Holzschnitzeln der Robinie!
 
Veterinärpathologie

Sektionsbefunde

Pferd: Schleimhautentzündungen des Gastrointestinaltraktes; degenerative Veränderungen an Leber und Nieren.
 
Literatur
-Cheeke P.R. & Shull L.R. (1985) Natural toxicants in feeds and poisonous plants. AVI Publishing Company, Inc., Westport, Conn. (USA)
-Cooper M.R., Johnson A.W. & Dauncey E.A. (2003) Poisonous plants and fungi. 2nd edition. TSO (The Stationery Office), London (GB)
-Keller H. & Dewitz W. (1969) Vergiftungen bei 9 Pferden durch Rinde der "Falschen Akazie" (Robinia pseudoacacia). Dtsch Tierarztl Wochenschr. 76, 115-116
-Landolt G., Feige K. & Schöberl M. (1997) Vergiftung bei Pferden durch die Rinde der "Falschen Akazie" (Robinia pseudoacacia). Schweiz Arch Tierheilkd. 139, 363-366
-PubChem (2016) pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
-Roth L., Daunderer M. & Kormann K. (1994) Giftpflanzen - Pflanzengifte. 4. Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, pp. 620-621
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