mdi-dots-verticalmdi-book-open-variantImpressummdi-helpHilfe / Anleitungmdi-printerWebseite ausdruckenmdi-bookmarkBookmark der Webseite speichernmdi-magnifySuche & Index Wirkstoffemdi-sitemapSitemap CliniPharm/CliniTox-Webservermdi-homeStartseite CliniPharm/CliniTox-Webservermdi-emailBeratungsdienst: Email / Post / Telefon
Antazida
Antazida senken die Absorptionsrate von von oral aufgenommenem Penicillin G (Allen 2005a).
Antibiotika
Penicilline sollten nicht mit bakteriostatisch wirkenden Antibiotika (Tetracyclin, Chloramphenicol usw.) kombiniert werden, da sie nur gegen wachsende Keime eine Wirkung zeigen.
Penicilline wirken synergistisch mit Aminoglykosiden. Da β-Laktame aber die Eigenschaft haben, Aminoglykoside in-vitro zu inaktivieren, sollten Mischspritzen vermieden werden (Ervin 1976a; Fuchs 1991b).
Ausserdem zeigen sie verschiedene Interaktionen mit Erythromycin, Novobiocin und Lincomycin (Zipf 1954a). Bei der Behandlung von Mäusen, welche mit Str. pneumoniae infiziert worden waren, war die Mortalität bei der gleichzeitigen Behandlung von Penicillin G und Erythromycin im Vergleich mit Penicillin G oder Erythromycin allein signifikant erhöht (Johansen 2000a). Die Kombination von Novobiocin und Penicillin G bewirkt in den meisten Fällen einen additiven oder synergistischen Effekt; selten wird eine antagonistische Wirkung beobachtet (Verwey 1957a).
Neomycin blockiert die Aufnahme von oral aufgenommenem Penicillin G (Allen 2005a).
Einige Penicilline wirken synergistisch mit Bromodiphenhydramin HCL, einem Antihistaminikum mit antimikrobiellen Eigenschaften. Die Kombination von Benzylpenicillin mit Bromodiphenhydramin HCL bewirkte gegenüber grampositiven Bakterien eine Erhöhung der Aktivität um 19,44 bis 21,00%. Gegenüber von gramnegativen Erregern betrug die Aktivitätssteigerung nur 3,79 bis 3,91% (Ray 1990a).
Nichtsteroidale Entzündungshemmer
Acetylsalicylsäure, Indomethacin und Phenylbutazon erhöhen die Penicillin-Serumkonzentration, indem sie an Plasmaprotein gebundenes Penicillin verdrängen (Kunin 1966a; Kampmann 1972a). In einem Versuch von Sullins et al. mit Procain-Penicillin G und Benzathin-Penicillin G waren die Penicillin-Serumkonzentrationen jedoch bei gleichzeitiger Verabreichung von Phenylbutazon tiefer, wenn auch nicht signifikant (Sullins Ke 1984a).
Verdrängung aus der Plasmaproteinbindung ("Displacers")
Sulfonamide verdrängen Penicilline von ihrer Bindungstelle am Albumin-Molekül und erhöhen so die Konzentration an freiem, aktivem Penicillin. Die Eiweissbindung in Humnanserum, welche 66,7% beträgt, sank in-vitro bei der Zugabe von Sulfaisoxazol auf 26,1% und bei Sulfaäthylthiodiazol auf 17,9% (Scholtan 1968a).
Des weiter können verschiedene andere Wirkstoffe die Penicilline von ihrer Bindungsstelle am Albumin verdrängen. Beispiele dafür sind para-Aminobenzoesäure und Sulphinpyrazon (Edwards 1974a).
Da Penicilline die Thrombozytenfunktion irreversibel hemmen (Burroughs 1990a), beeinflussen hochdosierte Penicilline die Wirkung von Warfarin und verändern seine Pharmakokinetik (Harpster 1995a).