Packungsbeilage Tierarzneimittel
Wenn Juckreiz im Zusammenhang mit einer allergischen Hautentzündung mit Ilunocitinib behandelt
wird, müssen die zugrunde liegenden Ursachen (z. B. Flohallergie, Kontaktallergie,
Futtermittelallergie) durch die Tierärztin/den Tierarzt untersucht und behandelt werden. Darüber
hinaus wird bei einer allergischen und nicht-ansteckenden, chronischen (atopischen) Hautentzündung
empfohlen, erschwerende Faktoren wie Infektionen/Befall durch Bakterien, Pilze oder Parasiten (z. B.
Flöhe und Räude) zu untersuchen und zu behandeln.
Bei Hunden, die längerfristig behandelt werden, soll regelmässig Blut durch die Tierärztin/den Tierarzt
untersucht werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin/den Anwender:
Nach der Verabreichung die Hände waschen.
Bei versehentlichem Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und der/dem Ärztin/Arzt die
Packungsbeilage oder das Etikett zeigen.
Tabletten und verbleibende halbe Tabletten bis zur nächsten Verabreichung in der
Originalverpackung aufbewahren, um zu verhindern, dass Kinder direkten Zugang zu dem
Tierarzneimittel erhalten.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit, bei säugenden Hündinnen oder
bei Zuchthunden wurde nicht nachgewiesen. Die Verwendung während der Trächtigkeit, bei
säugenden Hündinnen oder bei Zuchthunden wird deshalb nicht empfohlen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
In Feldstudien, in denen Ilunocitinib gleichzeitig mit Tierarzneimitteln gegen Parasiten oder Bakterien,
Impfstoffen und Entzündungshemmern verabreicht wurde, wurden keine
Arzneimittelwechselwirkungen beobachtet.
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):
Ilunocitinib-Tabletten wurden gesunden, 11–12 Monate alten Beagle-Hunden 6 Monate lang einmal
täglich in Dosierungen von 0,8 mg/kg Körpergewicht, 1,6 mg/kg Körpergewicht, 2,4 mg/kg
Körpergewicht und 4,0 mg/kg Körpergewicht oral verabreicht. Zu den Symptomen, die wahrscheinlich
mit der Ilunocitinib-Behandlung in Zusammenhang standen, gehörten: Zysten (flüssigkeitsgefüllte
Blasen) zwischen den Zehen (mit oder ohne Ausfluss), geschwollene und/oder verschorfte Pfoten
sowie Verdickungen und/oder Verfärbungen der Pfoten. Es wurden auch mikroskopisch erkennbare
gutartige Hautwucherungen (Papillome) gefunden, hauptsächlich bei Hunden, die das 5fache der
empfohlenen Dosierung erhielten.
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